Versteigerung

Versteigerung | Samstag, 4. Februar 2016, 18 Uhr | Tuchfabrik Trier, Wechselstraße 4, Trier | zu Gunsten von Wadi e.V. und medico international

Zum Abschluss der Kampagne versteigern wir die 25 Exponate – den gesamten Erlös spenden wir zu gleichen Teilen an medico international und an WADI e.V., die sich beide in Rojava engagieren.

Die Versteigerung beginnt am Samstag, 4. Februar um 18 Uhr in der Tuchfabrik (TUFA), Wechselstraße 4 in Trier.

Kommt vorbei und ersteigert euch die beeindruckenden Fotos von Mark Mühlhaus / Attenzione Photographers.


medico international

Eine andere Welt braucht eine andere Hilfe

Seit mehr als 40 Jahren leistet medico international Hilfe für Menschen in Not und arbeitet an der Beseitigung der strukturellen Ursachen von Armut und Ausgrenzung. 1997 wurde die von medico initiierte Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. In Solidarität mit den Ausgegrenzten und Marginalisierten im globalen Süden setzt sich medico für menschenwürdige Lebensverhältnisse ein, die ein Höchstmaß an Gesundheit und soziale Gerechtigkeit ermöglichen. Das Ziel ist, Armut, Not und Gewalt nicht nur zu lindern, sondern ihre Ursachen zu erkennen und zu überwinden. Denn die Welt leidet nicht an zu wenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe notwendig machen.

Lokale Initiativen und nachhaltige Partnerschaft

Für medico ist Hilfe Teil eines umfassenden solidarischen und politischen Handelns. Unser Bemühen, emanzipatorische Prozesse zu unterstützen, schließt dabei das Bewusstsein um die ambivalenten Folgen von Hilfe ein. Wir handeln nach der Maxime „Hilfe verteidigen, kritisieren und überwinden“. Kernpunkt ist die partnerschaftliche Kooperation mit Akteurinnen und Akteuren in Afrika, Asien und Lateinamerika. Wir exportieren nicht Hilfsgüter oder Projekte, sondern fördern lokale Strukturen und Initiativen vor Ort. Unsere Partnerinnen und Partner sind keine Hilfsempfänger, sondern kompetente Akteure, die im Kampf für bessere Lebensbedingungen selbst Hilfe organisieren und sich für das Menschenrecht auf Gesundheit einsetzen.

Ursachen bekämpfen

Krisen und Notlagen fallen nicht vom Himmel. Armut und Gewalt haben Ursachen in globalen Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen. Daher ist eine aktive und kritische Öffentlichkeitsarbeit eine zentrale Aufgabe von medico international. Stets Partei für die Rechte der Ausgeschlossenen ergreifend, engagieren wir uns in globalen Netzwerken, auf Veranstaltungen und durch Veröffentlichungen, mit Aktionen und Kampagnen. Wir informieren über vergessene Konflikte, unterdrückte Interessen und ausgeblendete Abhängigkeiten. Ziel ist der Aufbau und die Förderung einer transnationalen Gegenöffentlichkeit. In dieser bündeln sich die Ideen von einem menschenwürdigen guten Leben, überall gültigen Menschenrechten, sozialer Verantwortung und institutionalisierten Gemeingütern, die allen zugänglich sind.

Spendenaufruf für Rojava

medico international ist seit dem Beginn der kurdischen Selbstverwaltung in Rojava und speziell in Kobanê präsent. Wir arbeiten eng mit lokalen Ärzten und der Stadtverwaltung zusammen. Die Menschen vor Ort wissen genau, was gebraucht wird und wie die Hilfe in die Stadt kommen kann. medico lieferte Medikamente und medizinisches Gerät in alle drei kurdischen Kantone.
Darüber hinaus versorgten wir jesidische Flüchtlinge im Kanton Cizîrê mit Lebensmittelpaketen. Jetzt ermöglichen wir in Kobanê eine städtische Gesundheitsstation mit einem speziellen Mutter-Kind-Bereich. Denn der Krieg zerstörte alle Krankenhäuser und das Recht auf Zugang zu Gesundheit gilt auch in Kobanê.

Spendenkonto

medico international
IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00
BIC: HELADEF1822
Frankfurter Sparkasse
Spendenstichwort: Rojava

(Angaben übernommen von hier und hier.)


Wadi e.V.

WADI fördert seit 1992 Programme der Selbsthilfe im Nahen Osten – in Israel, Jordanien und dem Irak. Im Zentrum stehen Projekte, die konkrete Hilfe mit den Rechten und Fähigkeiten der Einzelnen verbinden: Rehabilitationsprojekte für Langzeitstrafgefangene, Alphabetisierungs-Programme, Bildung und Ausbildung von Frauen, öffentliche Aufklärung über und Kampf gegen häusliche Gewalt an Frauen und Mädchen sowie Kampagnen gegen weibliche Genitalverstümmlung.

Hilfe zur Selbsthilfe

Jede wirksame Veränderung konkreter Verhältnisse fußt auf der eigenverantwortlichen Entscheidung von Individuen. Wo es um eine langfristige Entwicklung geht, ist anstelle von Almosen die Unterstützung jener gefragt, die sich um die Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse bemühen. Demokratische Rechte und die Möglichkeiten des Einzelnen, über seine Zukunft selbst zu bestimmen, sind die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Hilfe für Menschen in Not nicht Almosen bleibt.

Parteiisch, nicht parteilich

Unterentwicklung, Diskriminierung und Armut zu bekämpfen bedeutet mehr als Nahrungsmittel zu liefern, Brunnen zu bohren und Saatgut zu verteilen. Hilfe in der Not ist von der Frage der Gewährung von Rechten und der Freiheit des Einzelnen, seine Zukunft selbst zu bestimmen, nicht zu trennen. Deshalb muss Entwicklungshilfe Partei ergreifen. Denn die vermeintlich “unparteiische” Hilfe wird auf schlimmste Weise parteilich, wo sie die gesellschaftlichen Ursachen der Not unberührt lässt und sich Strukturen bedient, die Ungerechtigkeit und Armut weiter festschreiben.

Partei zu ergreifen gilt es auf der Seite der Menschen, die von ihrem Recht auf Glück und ein menschenwürdiges Dasein abgeschnitten wurden. Entwicklung heißt daher immer auch Einmischung in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Programme von WADI ergreifen Partei – und sind dennoch unabhängig von politischen Parteien. Projektpartner sind lokale Initiativen, die jenseits von Staats- und Parteistrukturen, für eine konkrete Verbesserung der Verhältnisse eintreten.

Nur Demokratisierung schafft Perspektiven

Die Erfahrung, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können, ist vielfach ein wichtiger Schritt zur Überwindung der Entmündigung. Dazu gehört neben dem Schutz und der Achtung der Rechte des Einzelnen, die Möglichkeit, sich wirkungsvoll für eigene Interessen einzusetzen. Nationalistische und islamistische Ideologien, die dem Einzelnen die totale Unterwerfung abverlangen, wirken nicht auf selbstbewusste Menschen, die über ihre eigenen Belange zu bestimmen gelernt haben. Ohne Demokratisierung gibt es keine Perspektive für einen „besseren“ Nahen Osten.

Spendenkonto

WADI e.V.
IBAN: DE 43500 100 600 61230 5602
BIC: PBNKDEFF
Postbank Frankfurt

(Angaben übernommen von hier.)

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